So sieht es aus, wenn "Intelligenz" im Gebäude installiert wird | Bild: Reinhard Heymann
So sieht es aus, wenn "Intelligenz" im Gebäude installiert wird | Bild: Reinhard Heymann
Fachkundige Systemintegratoren für den Betrieb von Gebäudeautomationsanlagen verzweifelt gesucht  | Bild: Dagmar Hotze
Fachkundige Systemintegratoren für den Betrieb von Gebäudeautomationsanlagen verzweifelt gesucht | Bild: Dagmar Hotze

VDI 3810 schafft Klarheit über den Betrieb einer Gebäudeautomation

 

Mit der Automatisierungstechnik in Gebäuden ist es so eine Sache: Zu Beginn des Gebäude-Lebenszyklus, also bei der Erstellung, wird in sie investiert. Sie wird programmiert, feinjustiert und kontrolliert, bis alle Komponenten von der Türkommunikation über die Fahrstuhlsteuerung bis zur Klimaanlage aufeinander abgestimmt funktionieren - wenigstens für die Bauabnahme. Ist diese geschafft, wird sich während der Betriebsphase meist allerdings nur noch selten um die Gebäudeautomation gekümmert. Irgendwie funktioniert sie ja, wenn vielleicht auch mehr schlecht als recht. Zumal sich die Frage stellt, wer für ihre technische Bewirtschaftung zuständig ist. Der Architekt? Wohl kaum. Der TGA-Planer? Macht keine Instandhaltung. Der Facility Manager? Könnte den Part eigentlich - in einer Kooperation mit einem Systemintegratoren - übernehmen, wäre da nicht das fehlende Leistungsbild, das konkret beschreibt, welche Services zu erbringen sind und ob und wie deren Erfolg gemessen wird.

 

Der VDI schafft jetzt mit der Richtlinie 3810 Blatt 5 Klarheit. Darin wird die genaue Vorgehensweise beschrieben, die notwendig ist, um ein Service Level Agreement für das Betreiben der Gebäudeautomation mit einem Dienstleister zu vereinbaren. Ausschlaggebend sind messbare Zielwerte, die finanziell (eingesparte Energiekosten), funktional (Nutzerzufriedenheit), physikalisch (Temperaturen) und/oder zeitbezogen (Ein- und Ausschaltzeiten) sein können. Die Richtlinie ist im Januar 2018 als Weißdruck erschienen und ersetzt den Entwurf 2017-01 sowie VDI 3814 Blatt 3 Ausgabe 2007-06 und VDI/GEFMA 3814 Blatt 3.1 Ausgabe 2012-09.

 

Kooperation mit Unternehmen aus dem Facility Management

 

In der jüngsten Vergangenheit hat das QDS-Team für Smart Building-Solutions, das aus erfahrenen Elektrotechnikern, ITlern und Systemintegratoren besteht, bereits einen Facility Management-Dienstleister bei der Optimierung einer vorhandenen Gebäudeautomation in einer Büroimmobilie in der Hamburger City-Nord unterstützt. So konnten die Experten mit ihrem Know-how dazu beitragen, dass die Heizungsanlage abgestimmt auf die Klimatechnik und die Beschattung funktioniert, wodurch die Energiekosten reduziert und die thermische Behaglichkeit für die Gebäudenutzer verbessert wurde. Darüber hinaus hatten sie die Aufgabe, alle verbauten Komponenten auf ihre Konnektivität und Vernetzung hin zu überprüfen und dies zu dokumentieren. Danach verfügte der Facility Manager erstmals über eine vollständige Beschreibung der Gebäudeautomation inklusive der verwendeten Systeme und Funktionsweisen, auf die er jetzt sein Wartungs- und Servicekonzept aufbauen kann.

 

In den nächsten Jahren sieht QDS einen enormen Bedarf an Optimierungsleistungen im Bereich der Gebäudeautomation, um Immobilien gebäudetechnisch zukunftsfähig nachzurüsten und für das Zeitalter von Building IoT zu ertüchtigen. Durch die mehr als 15-jährige Tätigkeit im Bereich der Gebäudevernetzung verfügt das mittelständische Elektrotechnik- und IT-Unternehmen mit Sitz in Hamburg über profunde Kenntnisse was die Planung, Realisierung, Integration und Nachrüstung von Systemen und Komponenten zu einem ganzheitlichen Gebäudemanagementsystem betrifft und versteht sich als Partner des Facility Managements.