So "gemütlich" war es nur kurze Zeit am Freitag Vormittag, danach riß der Besucherstrom nicht mehr ab | © Dagmar Hotze
So "gemütlich" war es nur kurze Zeit am Freitag Vormittag, danach riß der Besucherstrom nicht mehr ab | © Dagmar Hotze
QDS-Geschäftsführer Reinhard Heymann gibt einen Überblick über Smart Home-Lösungen |  © Dagmar Hotze
QDS-Geschäftsführer Reinhard Heymann gibt einen Überblick über Smart Home-Lösungen | © Dagmar Hotze

home² 2018: Großes Interesse an Smart Home-Lösungen

 

"Wir wurden beinahe überrannt" kommentiert QDS-Geschäftsführer Reinhard Heymann die überaus erfolgreiche Teilnahme an der diesjährigen "home²", Hamburgs Verbrauchermesse für alle Immobilieninteressierte und -besitzer. Cirka 10.000 Menschen besuchten die Messe zwischen dem 26. und 28. Januar 2018 auf dem Hamburger Messegelände, die auf 15.000 Quadratmetern einen Überblick über Produkte und Dienstleistungen rund um den Bau, den Kauf oder die Modernisierung der eigenen vier Wände gab. Zeitweise wurde der Messestand von QDS, auf dem auch GIRA, Siedle, CRESTRON und BRUMBERG Leuchten ihre Smart Home-Lösungen präsentierten, regelrecht belagert, so groß war das Interesse und so intensiv die Gespräche. 

 

"Am bemerkenswertesten waren für mich die Berichte von Bauherren, die von ihrer Odyssee erzählten, um fachkundige Beratung zum Thema Smart Home zu finden. Einigen wäre sogar davon abgeraten worden, ein vernetztes Haus zu bauen, weil es ja doch nicht funktioniere", wundert sich Heymann. "Daran sieht man, welchen Wissensstand ein Teil unserer Branche über smarte Gebäudetechnologien hat!", sagt er entrüstet. "Und dass, wo es darum geht, zukunftsfähige Gebäude zu planen und zu errichten. Mit einer Elektroverkabelung von 1980 geht das jedenfalls nicht!"

 

Bauherren wünschen ganzheitliche Lösungen

 

Bereits in 2017 präsentierte QDS ihr umfassendes Portfolio an Smart Home-Lösungen auf der "home²" und Heymann und sein Kollege Dipl.-Ing. Rolf Beitz, Projektleiter Energieeffizienz, erläuterten in Vorträgen, worauf es bei der Planung von vernetzten Eigenheimen ankommt. Im Fokus standen die Themen Energie, Komfort und Sicherheit. Schon damals fiel auf, wie gut informiert insbesondere jüngere Bauinteressenten an den Stand von QDS kamen und teils sehr konkrete Fragen zur Realisierung eines Smart Homes stellten, woraus im Nachgang nicht selten ein Planungsauftrag entstanden ist. In diesem Jahr war noch deutlicher zu merken, dass sich etliche Bauherren eingehend mit der Thematik beschäftigt hatten und wissen, was sie wollen. "Vor allem diejenigen, die neu bauen oder umfassend sanieren, wünschen eine umfassend vernetzte Lösung, die ihnen in Zukunft die Möglichkeit bietet, sukzessiv weitere Funktionen in das System integrieren zu können", hat Heymann in Gesprächen festgestellt. Aufgrund der tiefen Marktkenntnis und langjährigen Erfahrung sind er und sein Team in der Lage, aus der Fülle der am Markt befindlichen Smart Home-Systeme und -Produkte, die richtigen Komponenten auszuwählen und sie zu einem Gesamtsystem zu vernetzen.

 

Das Eigenheim als energetischer Selbstversorger

 

Darüber hinaus waren Sicherheitsanwendungen (Türkommunikation, Bewegungsmelder, Videoüberwachung, etc.) am Stand von QDS gefragt und Konzepte für eine moderne Energieversorgung. Rolf Beitz, zuständig bei QDS für die Bereiche Energieeffizienz und Elektromobilität, hatte bereits am Freitag, dem Eröffnungstag der Messe, alle Hände voll damit zu tun, Standbesuchern das Zusammenspiel von Energiegewinnung, -monitoring, und -management sowie die Wichtigkeit einer intelligent vernetzten Gebäudetechnik zu erklären. Wer ihn nicht am Stand zu fassen bekam, hatte die Gelegenheit, sich in einem seiner Vorträge komprimiert zu informieren.

Hier erläutert er, was nötig ist, damit ein Smart Home mit der Gebäudetechnik kommuniziert:

Welche Vorteile es hat, wenn man vom Energiekonsumenten zum Energieproduzenten wird, macht er hier deutlich:

Wie sich die diversen zum Teil mit unterschiedlichen Protokollen versehenen Komponenten steuern lassen, erklärt er hier:

Weshalb die Sektorkopplung zur Energieversorgung im Eigenheim in Erwägung gezogen werden sollte, dazu gibt er hier einige Anmerkungen:


 

Fachkräfte verzweifelt gesucht

 

Nach den über 140 (!) teils sehr ausführlichen Beratungsgesprächen sieht Heymann, der sich seit Mitte der 2000-Jahre mit vernetzten Wohngebäuden beschäftigt und die gesamte Entwicklung des Smart Home-Marktes hierzulande miterlebt hat, die nächste Herausforderung auf seinen Betrieb zukommen: "Die Messe ist zwar nur eine Momentaufnahme. Dennoch spiegelt sie das wider, was wir momentan jeden Tag feststellen, nämlich eine enorme Nachfrage nach kompetenter Beratung, versierter Planung und fachgerechter Umsetzung von Smart Homes. Nur, wo sind die Systemintegratoren bzw. Fachkräfte, die das können?", fragt er. Aktuell sucht QDS händeringend nach Spezialisten, die sich auf intelligente Gebäudetechnik verstehen, vor IT keine Manschetten haben und denen die Planung von vernetzten Wohn- und Gewerbeimmobilien Spaß macht. Denn die seien auf der Messe leider nicht zu finden. "Aber vielleicht war ja der eine oder andere Filius eines Bauherren darunter, der bei uns ein Praktikum machen möchte, um das spannende Thema Smart Home von der Pieke auf zu lernen." Wer sich über offene Stellen - vom Praktikum über Ausbildung bis zur Festanstellung - infomieren möchte, kann sich jederzeit an Reinhard Heymann wenden.

 

 

Text, Fotos und Videos: Dagmar Hotze